Crowdfunding ist eine Finanzierungsart. Mithilfe einer Crowd (einer Gruppe an Menschen) wird die Finanzierung/die Verwirklichung/die Umsetzung/etc. eines Projekts ermöglicht. Es gibt 4 verschiedene Formen des Crowdfundings:


  1. Geld für eine gute Tat (Donation based Crowdfunding)
    Es geht darum, Projekte aus der Kreativ-, Kultur- und Kunstszene zu ermöglichen. Die Spender beteiligen sich in der Regel mit sehr geringen Beträgen und erhalten keine oder nur eine geringe Gegenleistung. Es zählt das gute Gefühl ein Projekt ermöglicht zu haben, das sonst auf der Strecke geblieben wäre.
  2. Geld für Anerkennung (Reward based Crowdfunding)
    Geldgeber erhalten eine materielle oder ideelle Anerkennung vom Projektumsetzer. Das kann bei einer Produktentwicklung beispielsweise die frühe Nutzungsmöglichkeit des Ergebnisses sein. Es fließt aber kein Geld an die Unterstützer zurück. Ein Sonderfall ist der Vorverkauf von Leistungen oder Produkten, auch pre-sales Crowdfunding genannt.
  3. Geld für Zinsen (Lending based Crowdfunding)
    Dieses Segment deckt den Bereich der privaten Mikrokredite (Crowdlending) für Projekte in Form von aktuell überwiegend nachrangigen Darlehen ab. Der private Geldgeber verleiht sein Geld über einen Plattformbetreiber oder direkt an eine Person oder ein Unternehmen seiner Wahl. Als Rückfluss wird eine Verzinsung des Geldbetrags innerhalb einer definierten Laufzeit erwartet. Der Zinssatz wird auf Basis von Angebot und Nachfrage je Projekt unterschiedlich vereinbart. Eine Variante von Crowdlending ist die Vereinbarung von (meinst höheren) Naturalzinsen anstatt von Geldzinsen. Qualifizierte Nachrangigkeit bedeutet, dass ein Investor sein Geld nicht zurückverlangen kann, wenn das Unternehmen dadurch in Schwierigkeiten kommen könnte. Sollten Anleihen ohne Nachrangigkeit begeben werden, fallen diese im Insolvenzfall in die Konkursmasse des Unternehmens.
  4. Geld für Beteiligung (Equity based Crowdfunding)
    Diese Form wird auch als “Crowdinvesting” bezeichnet und ermöglicht eine Beteiligungsfinanzierung für die Frühphasenfinanzierung von Startups oder für Innovationsprojekte in Klein- und Mittelunternehmen meist schon ab ca. 100 Euro. Die Crowdinvestoren sind mittels Genussscheinen, Aktien oder als typische stille Gesellschafter am Unternehmen beteiligt. Investoren können dabei maximal ihre Einlage verlieren. Durch die Streuung ihres Risikokapitals auf mehrere Projekte können sie das Investitionsrisiko senken.

Quelle: https://www.wko.at/service/unternehmensfuehrung-finanzierung-foerderungen/Crowdfunding_fuer_oesterreichische_Unternehmen.html